FrauenGenderBibliothek Saar (FGBS) und Bistums Archiv Trier
Schätze jahrelanger Arbeit (auf)bewahren und hüten
Für Vereine wie die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) gelten gesetzliche Aufbewahrungsfriste für Unterlagen verschiedenster Art. Aber wohin mit Protokollen, Aktionsflyern, Medienberichten usw., wenn z. B. die Fristen abgelaufen sind, Aufbewahrungsmöglichkeiten fehlen oder gar Gruppen sich auflösen. Hinzukommt, dass das Vereinsrecht hinsichtlich der Aufbewahrung von Protokollen (Mitgliederversammlungen, Leitungs- und Vorstandstreffen) nicht ganz eindeutig ist. Grundsätzlich gilt:
- allgemeine Protokolle sollten mindestes zehn Jahre
- wegweisende Protokolle (z. B. Satzungsänderungen, Auflösung des Vereins) sollten für immer
aufbewahrt werden.
Für kfd-Ortsgruppen und -Dekanate gibt es zwei gute Möglichkeiten, die Schätze zu hüten und Wichtiges aufzubewahren:
Aufbewahrungsmöglichkeit für die kfd-Gruppen im Saarland
So enthält die FrauenGenderBibliothek Saar (FGBS) in Saarbrücken Materialien, Presseartikel, originäre Dokumente, wie Plakate, Flugblätter und Buttons, Zeitungsberichte, E-Mails, aber auch Ton- und Filmdokumente zur saarländischen Frauen(bewegungs-)geschichte und zu frauenpolitischen Fragestellungen im Saarland in der jüngeren Vergangenheit (ab den 1970iger Jahren) bis in die Gegenwart. Im Frauen-Archiv fehlen allerdings Informationen und Materialien zu Aktivitäten von Frauen und Frauenorganisationen im ländlichen Raum im Saarland.
Nach einem ersten Treffen im März 2026 von Mitgliedern der AG Öffentlichkeitsarbeit der kfd im Bistum Trier mit Vertreterinnen der Bibliothek, gab es jetzt eine weitere Austauschrunde. Benedetta Barachino und Rita Monz sind zusammen mit Camilla Atmar-Steitz (SaarLandFrauen) der erneuten Einladung von Gesine Kleen (Mitarbeiterin FGBS) und Prof.in Barbara Kuhn (Vorstand FGBS) gefolgt, um die Kooperation weiter voranzubringen. Die kfd-Vertreterinnen hatten erste Unterlagen dabei: Denn das, was der FGBS fehlt, haben die kfd-Gruppen vor Ort im Saarland in Fülle: Dokumente und Unterlagen über ihre jahrzehntelange wichtige und unermüdliche Arbeit. Teilweise sind u. a. Chroniken zu Jubiläen entstanden, die es wert sind, der Nachwelt erhalten zu bleiben.
Der Datenschutz aller Dokumente gewährleistet ist, davon konnten sich alle bei der Besichtigung des Frauenarchives überzeugen.
Die kfd im Bistum Trier sieht in der Aufbewahrung der Originale eine gute Möglichkeit Unterlagen - mit Ausnahme von Finanzunterlagen und Adressenlisten - zu sichern. Die Archivierung in der FrauenGenderBibliothek garantiert, dass auch spätere Generationen von der Vielfalt der kfd-Gruppen erfahren und das Wirken nicht verloren geht und schon gar nicht in Vergessenheit geraden. Kurz gesagt, alles, was das Leben und die Geschichte von Frauen und Frauengruppen in unserer Region dokumentiert findet bei der FGBS ein gute und sichere Heimat.
Frau Kleen und Frau Bauer sind gerne jederzeit bereit, kfd-Gruppen einen Einblick ins Frauen-Archiv Saar zu gewähren und sich mit den interessierten Frauen auszutauschen. Ansprechpartnerin ist: Gesine Kleen. Sie ist via E-Mail zu erreichen.
Aufbewahrungsmöglichen für kfd-Gruppen in Rheinland-Pfalz und im Saarland

(Fest-) Schriften zu Jubiläen oder mit historischen Beiträgen, Chroniken, Fotos, die die Geschichte der kfd-Gruppen dokumentieren, kann das Bistumsarchiv Trier gegebenenfalls übernehmen und dauerhaft sichern.
Bitte nehmen Sie dazu Kontakt mit dem Bistumsarchiv Trier auf.
Das Archiv wird prüfen, ob die Unterlagen in seinen Bestand aufgenommen werden können.
Fragen beantworten auch gerne die Geschäftsstelle bzw. die Mitglieder der AG Öffentlichkeitsarbeit der kfd im Bistum Trier.
Zusammenstellung: Rita Monz und Carla Brittner
Bildquellen: canva.com/Bistum Trier/FrauenGenderBibliothek Saar/kfd im Bistum Trier

