Margarete Mitscherlich

Margarete Mitscherlich geb. Nielsen war eine deutsche Psychoanalytikerin, Ärztin und Schriftstellerin.

Sie wurde am 17. Juli 1917 in Gravenstein als Tochter des dänischen Landarztes Nis Peter Nielsen und einer deutschen Schulrektorin geboren. In München und Heidelberg studierte sie Medizin und Literatur und promovierte 1950 in Tübingen.

1949 bekam sie ihren Sohn, dessen Vater, der Psychoanalytiker Alexander Mitscherlich, sie 1955 heiratete. Sie war Mitbegründerin des Sigmund-Freud-Institut in Frankfurt. Mit dieser Gründung wurde die 1933 unterbrochene Psychoanalyse-Forschung wieder aufgenommen. Das Ehepaar veröffentlichte 1967 das Buch „Die Unfähigkeit zu trauern. Grundlagen kollektiven Verhaltens“. 1977 erklärte sie in der ersten Ausgabe der EMMA: „Ich bin Feministin“.  Im Buch „ Die friedfertige Frau (1985)“ beschäftigte sie sich u.a. mit dem Rollenverhalten der Frau in der Politik. Ziel ihrer Publikationen war die Macht gesellschaftlicher Rollen-Muster bewusst zu machen. Margarete Mitscherlich hatte eine eigene Praxis und war lange Jahre Herausgeberin der Fachzeitschrift „Psyche“.

Sie verstarb am 12. Juni 2012 in Frankfurt am Main.

Bild: Sigmund Freud Institut, entnommen aus dem Buch "Mutige Frauen"