Sonntagsimpuls: 12. Juli

Die meisten Unfälle passieren bekanntlich im Haushalt….
Kürzlich sah ich zufällig, wie eine ältere Dame auf einem dreibeinigen Hocker stand, um Gardinen zu richten. Ich hielt aus lauter Angst, der Hocker könnte kippen, den Atem an.
Doch ein Dreibein bleibt sicher, wenn seine drei Beine tragfähig sind.
Auch unser Leben braucht drei stabile Beziehungen, damit es im Gleichgewicht bleibt: zu Gott, zu uns selbst und zu unseren Nächsten. Fehlt eines oder wackelt es, spüren wir die Instabilität.
Bein 1: Gott
Von ihm kommt unser Leben. In ihm finden wir Halt, Orientierung und Liebe, die nicht von Leistung abhängt. Wer in der Beziehung zu Gott verwurzelt ist, muss sich nicht ständig beweisen.
Bein 2: Das Selbst
Jesus sagt: Du sollst Deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Selbstliebe im christlichen Sinn ist kein Egoismus, sondern ehrlich mit sich selbst umzugehen, die eigenen Grenzen zu erkennen und für die eigene Seele zu sorgen.
Bein 3: Die / Der Nächste
Gottes Liebe will durch mich weiterfließen. Die / der Nächste ist der Mensch, der meine Aufmerksamkeit, meine Hilfe, mein Zuhören oder meine Geduld braucht. In der Liebe zu den Nächsten wird sichtbar, ob mein Glaube wirklich lebendig ist.
Wer nur auf sich selbst schaut, wird eng. Wer nur für andere da ist, aber Gott und sich selbst vergisst, bleibt im Kopf, nicht im Leben, Wer nur von Gott redet aber seine Mitmenschen vergisst, dessen Glaube bleibt theoretisch.
In der Liebe zu allen drei „Beinen“ liegt Stabilität. Dann kann Leben gelingen.
Welches Bein deines Hockers braucht gerade Stärkung?
Wir wünschen allen einen schönen Sonntag und eine gute Zeit.
Text: Carla Brittner / Bild: canva.com - KI