Bücher des Monats Juni

Dietlinde Schmidt: Tiefgang und Weitsicht – Dem Alltag mehr Leben geben

Dietlinde Schmidt: Tiefgang und Weitsicht – Dem Alltag mehr Leben geben, 2020 (Fromm Verlag)

Ein kleines Buch, das auf der Vorderseite einen Strand mit einer tiefstehenden Sonne zeigt. Für mich das Urlaubserlebnis überhaupt. Ich weiß nicht, wie viel Zeit ich in meinen Urlauben am Strand verbracht habe. Genuss, zur Ruhe kommen und den Blick auf die Weite des Meeres richten. Ob ein Tag kommt oder geht – eine kleine Auszeit am Meer tut immer gut.

Dieses Buch ist eine kleine Sammlung von Texten die Dietlinde Schmidt, über einen längeren Zeitraum geschrieben und zusammengestellt hat. Die in der Rhein-Zeitung bereits veröffentlicht wurden.

Ob im Alltag, zu bestimmten Tagen oder Themen, als Impuls oder als Gute-Nacht-Geschichte: Sie eignen sich für viele Gelegenheiten und möchten den Leser*innen ein wenig dabei helfen, ihre Sicht auf die Dinge zu vertiefen.

So wie es zum Schluss heißt: „Dadurch werden die Herzen geweitet, und Menschen erlangen neben dem Tiefgang in ihrem Leben auch eine größere Weitsicht.“
Ich finde, das braucht es gerade jetzt und heute in dieser Zeit.

Ich habe Dietlinde Schmidt, ehemalige Pastoralreferentin im Bistum Trier, als kfd-Frau kennengelernt. Die Zusammenarbeit mit ihr macht immer Spaß, verändert einen im Positiven und das große Ganze bekommt einen anderen Tiefgang. Marita Fitzke, kfd-Diözesanvorstand


Katharina Hagena: Flusslinien

Katharina Hagena: Flusslinien, Kiepenheuer & Witsch (2025)

Der Roman Flusslinien begleitet zwölf Tage lang unterschiedliche Menschen und ihre Schicksale. Jeder Tag beginn mit der Beschreibung der Natur rund um die Elbe. Die Schreiberin hat ein gutes Auge für die Umgebung und schenkt uns Einblicke in die Welt am Fluss. Gleichzeitig stellt sie damit die Verbindung zu den Menschen und ihren Hoffnungen und Träumen her.

Margrit ist 102 Jahre alt, hat ein feines Gespür für ihre Umgebung und verweilt doch meist in ihren Erinnerungen. Ihre Enkelin versucht, ein traumatisches Erlebnis in sich zu verschließen und zu ignorieren und auch Arthur kämpft mit seinen Dämonen. Das Leben hat ihnen tiefe Wunden zugefügt. Sie versuchen auf unterschiedliche Weise damit fertig zu werden und brauchen Zeit, um den Schmerz loszulassen und wieder zu vertrauen.

Mir hat der Roman gut gefallen. Im Klappentext heißt es: Mit großer Wärme, sprachlicher Kraft und feinem Witz erzählt Katharina Hagena von drei Menschen, drei Schicksalen – und zwölf Frühsommertagen an der Elbe, die alles verändern. Dem ist nichts hinzuzufügen. Roswitha Hillen, kfd-Diözesanvorstand