Weibliche Genitalbeschneidung und One Billion Rising
6. und 14. Februar: Gedenktag und Aktionstag

Aufstehen gegen Gewalt an Frauen: Internationaler Tag gegen weibliche Genitalbeschneidung (Female Genital Mutilation/Cutting - FGM/C) am 6. Februar und One Billion Rising am 14. Februar
Trier/Eppelborn – Im Dezember 2025 hat das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) anlässlich des Tages der Menschenrechte aktuelle Schätzungen zur weiblichen Genitalverstümmelung (-beschneidung) veröffentlicht: Fast 123.000 Frauen und Mädchen sind in Deutschland betroffen oder bedroht. Das sind 83 Prozent mehr als 2017, als zuletzt eine vergleichbare Schätzung vorlag. Und das obwohl weibliche Genitalverstümmelung in Deutschland strafbar ist, auch wenn sie im Ausland geschieht. Aber eine Gesetzgebung allein reicht nicht aus. Denn die Umsetzung ist schwierig.
Die Beschneidung von Mädchen wird laut WHO überwiegend an Säuglingen und Kindern bis 15 Jahre durchgeführt. „Um Mädchen vor der Tortur zu schützen, brauchen wir dringend mehr Aufklärung auch in Deutschland. Wir müssen hinsehen und uns einmischen, wenn kleine Körper im Namen der Tradition misshandelt werden und gravierende körperliche und seelische Schäden zur Folge haben oder gar ihr Leben verlieren“, so Rita Monz, Sprecherin des Fachausschusses Frauen stärken – Gewalt überwinden der kfd im Bistum Trier aus Eppelborn.
Ein Schnitt in Körper und Seele ist eine schwere Menschenrechtsverletzung und missachtet das Recht auf körperliche Unversehrtheit, das im Grundgesetz verankert ist.
„Stehen wir auf und erheben uns gegen jegliche Form von Gewalt,“ fordern die Mitglieder des Fachausschusses. Am 14. Februar haben alle die Möglichkeit dazu. Die weltweite Bewegung ONE BILLION RISING (OBR - eine Milliarde erhebt sich) lädt auch 2026 wieder ein, laut und sichtbar die Gewalt an Frauen und Mädchen anzuprangern. Das diesjährige Motto lautet „Ni una menos – Women on Fire“. Und es steht für Empörung, die sich in Aktion verwandelt - Leidenschaft, die Gemeinschaft entzündet - und Hoffnung, die heller leuchtet als Angst.
Auch im Bistum Trier finden an vielen Orten Aktionen und Flashmobs am 14. Februar statt.
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Fotoquelle: canva.com