Simmern-Kastellaun

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Bericht von der ökumenischen Abendwanderung in Gemünden

Bäume sind Gedichte, die der Himmel in die Erde schreibt.

Khalil Gibran


Die ev. Frauenhilfe, Kreisverband Simmern-Trarbach und die kfd (Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands) des Dekanates Simmern-Kastellaun hatten eingeladen, und etwa 60 Frauen kamen trotz großer Hitze zur ökumenischen Abendwanderung nach Gemünden. Beim Treffpunkt in der katholischen Kirche wurde in das Thema eingeführt: „Mein Leben wie ein Baum. Von der Wurzel bis zur Krone.“

Bäume waren für die Menschen schon immer etwas Besonderes. Bäume haben heilige Orte markiert, längst bevor es Kirchtürme oder Minarette gab. Bevor Gott aus Büchern sprach, sprach er zu Mose aus dem Dornbusch. Aber auch schon ganz am Anfang ist in der Bibel vom Baum der Erkenntnis und vom Baum des Lebens die Rede. Und auch das Kreuz Jesu kann symbolisch als Baum betrachtet werden: es wird zum Baum der Erlösung.

Auch heute haben wir Baumbräuche, wenn wir an den Weihnachtsbaum denken und an Palmsonntag.

Am Beispiel vom Baum erfuhren wir, was wir von ihm lernen können.
Eine Meditation zum Baum gab es an einer Kastanie. Weiter ging es zum jüdischen. Friedhof. Hier erfuhren die Frauen, dass es einmal 20 Prozent Juden in Gemünden gab. Ein Beitrag über Bäume in der Bibel stellte einen Bezug zu Israel und dem Judentum als gemeinsame Wurzel her.

Am Parkplatz beim Friedhof tanzten die Frauen den Tanz „Die Ulme“ miteinander. In der evangelischen Kirche endete die ökumenische Wanderung mit einem Gottesdienst, in dem es um die Wurzeln ging, die alles tragen und um die Fragen: Was sind eigentlich meine Lebenswurzeln? Woraus beziehe ich meine Lebenskraft?

Für die musikalische Begleitung sorgte Frau Maurer mit der Gruppe Regenbogen. Mit 332,50 Euro wurde die Arbeit der Tafel in Kirchberg unterstützt.
Danach gab es ein gemütliches Zusammensein um die Kirche.


Text und Foto: Hildegard Forster

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