kfd startet virtuelle Ausstellung für Menschenrechte in der Modeindustrie

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„Starke Frauen. Faire Arbeit in Bangladesch.“ und überweist in diesem Jahr nochmals 7.800 Euro Spenden

Zur Unterstützung des aktuellen Spendenprojektes der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) wurde eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit FEMNET entwickelt. Da Corona-bedingt alle geplanten Präsentationsveranstaltungen abgesagt werden mussten, entstand die Idee eine virtuelle Ausstellung, mit dem vorhandenen Bild- und Textmaterial von FEMNET, zu entwickeln. Durch eine Vielzahl von Unterstützer*innen konnte das Projekt umgesetzt werden. Wir sind gespannt auf die Reaktionen und hoffen auf sehr viele Besucher*innen und Kommentare zu unserer ersten virtuellen Ausstellung, so Petra Erbrath, kfd-Geschäftsführerin. Besonders danken wir Maria Ienco und Vincent Heinz, der Firma Markenmut für die Umsetzung und Gestaltung der Webseite sowie den Mitarbeiterinnen der Tonpost, Medien für Blinde und Sehbehinderte im Bistum Trier, die die Texte eingesprochen haben.
In acht Porträts beschreibt die Ausstellung das Leben der Textilarbeiterinnen. Ein großer Teil unserer Mode wird in Bangladesch und Indien produziert – hauptsächlich von Frauen. Für sie ist Gewalt in den Fabriken bitterer Alltag. Misshandlungen und Schläge, sexuelle Belästigung, Beschimpfungen und Drohungen sind an der Tagesordnung. Mit der Kampagne #GegenGewalt an Textilarbeiterinnen kämpfen wir für menschenwürdige Arbeitsbedingungen der Arbeiterinnen in Bangladesch – frei von physischer oder seelischer Gewalt. In dieser Ausstellung geben wir den Frauen einen Namen und ein Gesicht, sie erzählen uns ihre Geschichte – lassen Sie sich ansprechen und berühren!

Die Näher*innen in Bangladesch bekommen die Folgewirkungen der Corona-Pandemie immer stärker zu spüren. Mühsam erkämpfte Fortschritte beim Arbeitsrecht werden ausgehebelt, die geschlechtsspezifische Gewalt nimmt dramatisch zu. Frauenrechte sind Menschenrechte! Deshalb helfen wir mit unserem Projekt „Starke Frauen. Faire Arbeit in Bangladesch.“ beim Aufbau von gewaltverhindernden Strukturen, unterstützen Textilarbeiter*innen mit Trainings und kostenloser Rechtsberatung, und schaffen hierzulande in Kooperation mit FEMNET durch Aufklärung und Kampagnenarbeit Bewusstsein für den notwendigen Wandel in der Bekleidungsindustrie, erläutert Margot Klein, kfd-Diözesanvorsitzende. Sie dankt allen Spender*innen und kfd-Ortsgruppen für ihre Unterstützung und Solidarität. Insgesamt konnten in diesem Jahr 17.800 Euro Spendengelder für das Projekt an FEMNET weitergeleitet werden.

Bildgrafik: FEMNET/markenmut
Text: Petra Erbrath

 

virtuelle Ausstellung Bangladesch