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    Eine gute Zukunft durch Bildung

    Ausstellungseröffnung und Aktionsaufruf zum aktuellen Spendenprojekt der kfd im Libanon

    Klara Johanns-Mahlert, kfd-Diözesanvorsitzende, begrüßt die Anwesenden und eröffnet die Veranstaltung.

    Angela Rupp, kfd-Diözesanvorstand und Mitglied der Projektgruppe, präsentiert Hintergrundinformationen zum Libanon und den Lebensumständen der syrischen Flüchtlinge im Land.

    Ausgewählte Textpassagen der Ausstellung wurden von Rita Ney (im Bild) und Anne Hennen, beide kfd-Diözesanvorstandsmitglieder, vorgestellt.

    Die Cellistin Maria Kulowska begleitete die Ausstellungseröffnung musikalisch.

    Gleiche Bildungschancen für geflüchtete Frauen und Kinder im Libanon ist die Forderung und der Titel des neuen Spendenprojektes der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands, kfd-Diözesanverband Trier.

    Die kfd unterstützt wechselnd für ca. drei Jahre ein diözesanes Spendenprojekt, das von den Mitgliedern ausgewählt wird. Von 2024 bis 2026 ist dies in Zusammenarbeit mit AMICA, eine Frauenrechtsorganisation aus Freiburg, ein Bildungsprojekt an der Grenze zu Syrien – das Gharsah-Zentrum.

    Mit Spenden werden zwei Programme des Zentrums finanziert, das „Women Empowerment Programme“ bietet Frauen und jungen Mädchen ein breites Spektrum an Unterstützungs-möglichkeiten und das „Children Education Programme“ ermöglicht Mädchen und Jungen den Zugang zu Bildung.

    In Trier wurde die „Wanderausstellung“ zum Projekt, bevor sie durch das Bistum reist, erstmals im Rahmen des Ehemaligentreffens mit weiteren Gästen im Priesterseminar präsentiert. Angela Rupp, kfd-Diözesanvorstand und Mitglied der Projektgruppe, gab Hintergrundinformationen zum Land Libanon und den Lebensumständen der ca. 1,5 Millionen syrischen Flüchtlinge im Land.

    Rita Ney und Anne Hennen, kfd-Diözesanvorstandsmitglieder, präsentierten ausgewählte Textpassagen der Ausstellung. Eine besondere Person ist Ola Al-Jundy, die Mitbegründerin des Gharsah-Zentrums. Durch das Zuhören und Verstehen der Bedürfnisse der Frauen wurde ihr bewusst, dass diese nicht nur als Mütter, sondern auch als Individuen Unterstützung benötigen. Ihr Ziel ist es, Frauen in abgelegenen und benachteiligten Gebieten zu unterstützen. Sie glaubt, dass die Verteidigung der Frauenrechte unvollständig ist, solange Frauen in solchen Regionen ausgeschlossen sind. „Ich träume von mehr Gerechtigkeit und davon, mehr Fähigkeit zu haben, die Strukturen der Unterdrückung, die sich um uns herum bilden, politische und patriarchale Unterdrückung und alle Formen unterschiedlicher Unterdrückung abzubauen. Dass unsere Kinder in unserem Land eine befreiende Bildung erlernen, die sie jeden Tag befähigt, die ihnen widerfahrende Ungerechtigkeit und Unterdrückung abzulehnen. Unser Leben wird sich nur dann ändern, wenn wir sowohl im Privaten als auch im öffentlichen Raum aktiv werden.“

    Zum festlichen Rahmen trug die Musikerin und Cellistin Maria Kulowska bei. Sie erhielt für ihre drei Musikstücke großen Applaus.

    Vorgestellt wurde von Petra Erbrath, geschäftsführende kfd-Diözesanreferentin, eine begleitende AMICA-Mitmachaktion. AMICA bedeutet übersetzt Freundin und steht für internationale Freundschaft. Mit einer kurzen Anleitung lädt die kfd zum Basteln von kleinen AMICA-Figuren ein. Die kleinen AMICAs stehen nicht zum Verkauf. Sie werden an Frauen und Mädchen verschenkt, als Zeichen der Verbundenheit und Solidarität, z. B. an Nachbargruppen, Freundinnen, Kooperationspartnerinnen, Netzwerkerinnen, bei kfd-Veranstaltungen, an Schulen, nach einem Gottesdienst oder im Rahmen der Ausstellung. Sie werden zu Botschafterinnen für die geflüchteten Frauen im Libanon. Die kfd hofft, dass sie auch auf die Reise zu den Projektpartnerinnen in den Libanon gehen können und vielleicht welche von dort nach Deutschland kommen.

    Die Ausstellung und das Begleitmaterial stehen auf der Projektseite zur Information und als Downloads zur Verfügung.


    Text: Petra Erbrath
    Bilder: kfd-Diözesanverband