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    HAB MUT, STEH AUF!

    kfd-Frauen aus dem Diözesanverband auf dem Deutschen Katholikentag in Würzburg.

    Kirche mit zwei hohen Türmen, an denen große Banner mit den Worten 'HAB MUT' und 'STEH AUF!' hängen

    „Hab Mut, steh auf!“ – so lautete das Motto des 104. Katholikentages.

    Vier Personen stehen vor weißen und roten Stellwänden mit den Aufschriften 'Ich trau' mich' und 'kfd Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands'.

    Klara Johanns-Mahlert, Diözesanvorsitzende DV Trier (1. von links), und Andreas Paul, Geistlicher Begleiter im DV Trier (rechts), im Zelt des kfd-Bundesverbandes.

    Die Reisegruppe aus dem Diözesanverband Trier.

    HAB MUT, STEH AUF!

    Das Motto des Katholikentages vom 13. bis 17. Mai 2026 in Würzburg haben sich vierzehn muntere kfd-Frauen wortwörtlich zu Herzen genommen. Drei Tage lang waren wir viel auf den Beinen, um zu den verschiedenen Veranstaltungsorten zu kommen oder vor einer Halle anzustehen. Und wenn Räume überfüllt waren, haben wir uns mutig ein anderes Ziel gesucht. Es gab eine große Fülle von Angeboten, und doch konnten wir davon nur einen kleinen Teil besuchen, weil die Veranstaltungen gleichzeitig stattfanden oder die Orte zu weit voneinander entfernt lagen. Die Interessen der einzelnen Frauen waren sehr unterschiedlich, aber für jede fand sich etwas Passendes.

    Es gab interessante Ausstellungen, eine Menge Konzerte und Kabarett, große politische Podiumsdiskussionen und kleine Workshops, sehr unterschiedliche spirituelle Angebote und ganz viel mehr. Der ökumenische Frauengottesdienst lockte am Freitag mehr als 1.400 Frauen und Männer in den Dom. Auch hier mussten die Kirchentüren wegen Überfüllung schon früh geschlossen werden.

    Die große Kirchenmeile hielt täglich neue Überraschungen für die Besucherinnen und Besucher bereit. Gekommen waren hochrangige Politikerinnen und Politiker, prominente Kirchenvertreter, aber auch ganz viel Gottesvolk. Besonders interessant für uns Frauen aus der Diözese Trier waren das kfd-Zelt des Bundesverbandes, der Stand des Netzwerkes „Diakonat der Frauen“ und das Bistumszelt, in dem die Menschen mit Wein (alkoholfrei) von den bischöflichen Weingütern bewirtet wurden.

    Unsere Vorsitzende Klara Johanns-Mahlert hat beim „Preachers-Slam“ im kfd-Zelt mit ihrer Ansprache begeistert. In nur fünf Minuten hat sie den Zuhörerinnen und Zuhörern mehr Mut zugesprochen, als viele Sonntagspredigten es vermögen.

    Unser Geistlicher Begleiter Andreas Paul diskutierte mit der Vorsitzenden des Frauennetzwerks Diakonat zur lang schon geforderten Weihe von Diakoninnen. Leider hatten sie dafür eine feuchte und stürmische Wetterphase erwischt. Das Gespräch der beiden hatte viel mehr Zuspruch verdient.

    Die Atmosphäre in der Stadt war eine besondere. Überall, wo Menschen sich trafen, war es trotz des nasskalten Wetters leicht, miteinander ins Gespräch zu kommen, sei es beim Anstehen für Veranstaltungen oder an der Straßenbahnhaltestelle.

    Auch wenn unsere Kirche an vielen Problemen krankt, so gibt es doch viele Menschen, die nach Antworten für ihr Leben und ihren Glauben suchen. Vielleicht konnte der Katholikentag einige Fragen beantworten. Wir als Reisegruppe haben jedenfalls reich an Eindrücken, Bildern und Erfahrungen den Heimweg angetreten. Die freundliche Reiseleitung von Carla Brittner und Klara Johanns-Mahlert machte es uns leicht, den eigenen Interessen zu folgen, miteinander Entscheidungen für den Ablauf des nächsten Tages zu treffen und den Katholikentag zugleich als Gruppe zu erleben.

    Gerne würde ich in zwei Jahren mit der kfd zum Katholikentag in Paderborn fahren, wenn mehr Frauen bereit wären, sich der Reisegruppe anzuschließen. Für so eine kleine Schar sind Aufwand und Kosten für den kfd-Diözesanverband Trier einfach zu hoch.

     

    Text: Roswitha Hillen
    Bilder: Roswitha Hillen u. privat