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Juli 2018

1978 - 1988

60 Jahre und kein bisschen leise…
jubiläum
1988: 60-jähriges kfd Jubiläum v. li.: Marianne Rumpf, Bischof Hermann Josef Spital,
Roswitha Verhülsdonk, Bundesministerin Prof. Dr. Rita Süssmuth und Irmgard Jalowy.

Beim 60-jährigen Jubiläum ist nichts von Verbandsmüdigkeit zu spüren. Prof. Dr. Rita Süssmuth hält in der Saarlandhalle in Saarbrücken vor mehr als 3.000 Frauen die Festrede zum Schwerpunktthema „Im Vertrauen Dialog wagen“. Auch heute, 30 Jahre später, ist dieses Thema brandaktuell und zeigt uns, dass die kfd ihrer Zeit oft weit voraus ist. Schon lange vor der Bistumssynode hat sie z. B. damit begonnen, Netzwerke zu schaffen sowie Arbeitsweisen und Strukturen zu entwickeln, die nachrückenden Frauen die verantwortliche Mitarbeit in der kfd ermöglichen.


Programmheft zum 60-jährigem Jubiläum

Die Schulungsangebote für Vorstandsmitglieder machen Frauen fit für Ehrenamt und Arbeitswelt. So schafft der Verband Raum, Begabungen zu entdecken und weiterzuentwickeln.

Für die regelmäßige Fortbildung der Frauen wurden in den 80er Jahren Fachausschüsse installiert, die weiterhin als Arbeitskreise tätig sind und von denen damals wie heute wichtige Impulse für den Verband ausgehen.

Dass die kfd nicht nur um sich selbst kreist, beweist ihr Engagement bei der 1983 von Bischof Spital gegründeten „Aktion Arbeit“ für benachteiligte Menschen auf der Suche nach Arbeit. Der Verband wendet sich auch entschieden gegen den Missbrauch und die sexuelle Ausbeutung von Frauen und Kindern und hat von Beginn an die 1987 von Schwester Lea Ackermann gegründete Menschenrechts- und Hilfsorganisation für Migrantinnen in Notsituationen „Solwodi“ unterstützt.

Ebenso sollen die auf drei Jahre angelegten Spendenprojekte den Blick der Verbandsmitglieder weiten gemäß dem Leitsatz: „Wir engagieren uns für gerechte, gewaltfreie und nachhaltige Lebens- und Arbeitsbedingungen in der Einen Welt.“

Ein Lied, dessen Text Klaus-Peter Hertzsch 1989 zu einer alten Melodie aus dem Evangelischen Gesangbuch geschrieben hat, drückt für mich genau das aus, was kfd ausmacht und bewegt:

Vertraut den neuen Wegen, auf die der Herr uns weist,
weil Leben heißt: sich regen, weil Leben wandern heißt.
Seit leuchtend Gottes Bogen am hohen Himmel stand,
sind Menschen ausgezogen in das gelobte Land.

Vertraut den neuen Wegen und wandert in die Zeit!
Gott will, dass ihr ein Segen für seine Erde seid.
Der uns in frühen Zeiten das Leben eingehaucht.
Der wird uns dahin leiten, wo er uns will und braucht.

Vertraut den neuen Wegen auf die uns Gott gesandt!
Er selbst kommt uns entgegen. Die Zukunft ist sein Land.
Wer aufbricht, der kann hoffen in Zeit und Ewigkeit.
Die Zukunft steht uns offen – das Land ist hell und weit.

Text: Roswitha Hillen