kfd-Trier - Facebook-Seite kfd-Trier - Twitter-Seite kfd-Trier - Schütze den Sonntag!

Leben im Krieg - Hoffnung auf Zukunft

Leben im Krieg - Hoffnung auf Zukunft

Logo kfd-Spendenprojekt in Nordsyrien - Rojava

Trier – Die Mitglieder des kfd-Diözesanverbandes im Bistum Trier werden von 2016 - 2020 Frauengesundheitsprojekte in Zusammenarbeit mit der „Stiftung der Freien Frau in Rojava“ unterstützen.
Die „Stiftung der Freien Frau in Rojava“ wurde Ende 2014 von Frauen aus Rojava gegründet. Ihr Ziel ist es den vielfältigen Schwierigkeiten von Frauen und Kindern in Rojava und Syrien auf der wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, politischen, gesundheitlicher und kultureller Ebene zu begegnen. Sie entwickeln und fördern Projekte, die auf die Bedürfnisse der Frauen eingehen und den Aufbau einer freien Gesellschaft voran bringen.

Frauen der
Die Gründerinnen der Stiftung - 2014

Im Zentrum der Gesellschaft von Rojava steht die basisdemokratische Selbstverwaltung. Das heißt, die Menschen haben begonnen, sich von unten selbst zu organisieren. Jedes Viertel verfügt über eine eigene Versammlung, in der NachbarInnen zusammen kommen und darüber diskutieren, wie sie ihr Zusammenleben gestalten wollen. Aus jeder Versammlung gibt es Verantwortliche, die die getroffenen Entscheidungen in die Versammlungen der nächsthöheren Ebene tragen – dem Stadtteil, der Stadt, usw. So wurde innerhalb von kurzer Zeit eine ganze Region politisiert. Die Menschen denken mit, treffen Entscheidungen und handeln sie solidarisch miteinander aus. In allen Entscheidungsgremien sind Delegierte aller religiösen, sprachlichen und ethnischen Bevölkerungsgruppen sowie Frauen und Männer in gleicher Anzahl vertreten.

Die Revolution in Rojava war von Beginn an vor allem eine Revolution der Frauen. Im Rahmen der Selbstverteidigungseinheiten (YPJ) haben Frauen eine wesentliche Rolle in den Kämpfen und der Verteidigung von Rojava gegen den sog. Islamischen Staat gespielt. Frauen sind in allen Bereichen der Revolution vertreten und bringen diese mit ihrem Engagement, ihrer Stärke und Entschlossenheit Tag für Tag voran. Eine wichtige Grundlage hierfür ist die autonome Organisierung der Frauen in eigenen Frauenräten und der Aufbau von zahlreichen Fraueninitiativen und –organisationen. Sie kämpfen gegen die patriarchalen Strukturen innerhalb der Gesellschaft und bestärken Frauen darin, selbstbewusst und als freie Menschen gleichberechtigt an der Gesellschaft teilzuhaben.

Die Hauptaufgabe der Stiftung in Rojava besteht in der Initiierung und Betreuung von nachhaltigen Frauenprojekten in den vom IS angegriffenen, von Armut und von Embargo betroffenen Regionen. Die „Stiftung der Freien Frau in Rojava“ leitet die Projekte und ist für deren erfolgreiche Durchführung verantwortlich. In allen Projekten arbeitet sie mit Partnerorganisationen und entsprechenden Verantwortlichen zusammen. 

Die kfd unterstützt konkret zwei Projekte:
• die Gesundheitsvorsorge und medizinische Hilfe in den Flüchtlingscamps in Newroz, Roj und Mabruka.
• Die Gesundheitsversorgung in den Stadtvierteln und der Aufbau von Frauengesundheitszentren.

Die Gesundheitsarbeit wird im Sinne der Bedürfnisse der Frauen und Kinder mit den verantwortlichen Frauen der jeweiligen Stadtviertel organisiert. Das Programm wird von einem Frauenteam eigenständig gestaltet. Unterstützt werden die gesundheitlichen Erstangebote: kostenlose Medikamentenvergabe in Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen, Erste Hilfe wie Verbandswechsel, medizinische Behandlung, Wundversorgung und Versorgung von Brüchen, Unterstützung bei der Medikamenteneinnahme, einfache Gesundheitschecks wie Hals-, Nasen-, Ohrenkontrollen, Augen, Sehtests, Blutdruck, Zucker-test, Bluttest, Testen von Reflexen, etc. Des Weiteren gibt es kaum gynäkologische Angebote durch Frauen, aus diesem Grund ist es notwendig Frauen in der Geburtshilfe auszubilden.

Für weitere Informationen zum Projekt stehen Ansprechpartnerinnen im kfd-Diözesanvorstand und eine Mitarbeiterin der Stiftung zur Verfügung. Eine Kontaktaufnahme ist über die kfd-Geschäftsstelle telefonisch 0651-9948690 oder per E-Mail möglich.

Text: Meike Nack und Petra Erbrath
Fotos: Stiftung der Freien Frau in Rojava

 

 

Termine und Veranstaltungen 2020

Einband Jahresprogramm 2020

kfd-Verbandsoffensive

Die neue Verbandsoffensive der kfd

Ein guter Start für kleine Füße

Frauengebetskette 2019