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Weihnachtsgrüße, Dezember 2015

Liebe UnterstützerInnen und FreundInnen,

die Sicherheit der Menschen in Syrien, in der Türkei und im gesamten Mittleren Osten ist zum Jahres Ende mal wieder in großer Gefahr.
Wieder einmal nimmt die Brutalität mit der kurdischen Menschen vernichtet werden sollen zu. Die durch den türkischen Staat verhängte Ausgangssperre in kurdischen Gebieten, die gezielte Ermordung von (schwangeren) Frauen durch Scharfschützen in der Türkei, die kürzlichen Attentate in Til Temir sind ein erneutes Zeichen dafür, dass der vom Großteilen der Bevölkerung geforderte Friedensprozess für verschiedene Staaten des Mittleren Ostens durch brutale Massaker versucht wird zu kippen.
Als Stiftung der Freien Frau in Rojava blicken wir trotz zahlreicher Hindernisse wie dem doppeltem Embargo gegen Rojava, den Einreisebeschränkungen nach Rojava seitens der Türkei sowie auch der Kurdischen Autonomieregion im Nordirak und den bürokratischen Behinderungen von Einrichtungen in Rojava seitens des syrischen Staates auf ein arbeitsintensives und erfolgreiches Jahr zurück.
In unserem ersten Jahr ist es uns gelungen, viele Projekte auf den Weg zu bringen, mit zahlreiche kurdischen und internationalen Frauen zusammen zu arbeiten, gemeinsam eine ordentliche Anzahl an Projekten zu beginnen und über die Grenzen von Rojava hinweg viele UnterstützerInnen zu gewinnen.
Inzwischen haben wir das Frauengesundheitszentrum in Serê Kaniyê errichtet, über hundert unterschiedliche Aus- und Fortbildungen im Gesundheitsbereich in Qamishlo und Serê Kaniyê durchgeführt, fünf Vorschulen im Kanton Cizire sowie eine Schneiderei im Kamp Newroz eröffnet, haben regelmäßige Ärzte-Delegationen zur Gesundheitsversorgung nach Sengal geschickt und bieten Musikkurse für Kinder an.

Im nächsten Jahr werden wir unsere Schwerpunkte besonders auf den Aufbau der strukturellen Unterstützung für Frauen und Kinder richten. Sie sind besonders vom Krieg betroffen, d.h. Frauen, die mit ihren Kindern aufgrund des Krieges zu Flüchtlingen oder Obdachlosen geworden sind, die besonders unter traumatisierenden Erfahrungen der Angriffe oder Geiselnahmen des IS leiden, die aufgrund dessen, dass ihre Männer gefallen oder gestorben sind in finanzieller Not sind. Ein besonderes Anliegen ist die Arbeit für Kobanî und für Sengal.
Auch im Jahr 2016 werden wir, das was wir uns mit unseren Partnerinnen vorgenommen haben umsetzen. Diese sind u.a. der Aufbau eines Parks für Frauen, weiterer Vorschulen und eines weiteren Frauengesundheitszentrums.
Mit der Unterstützung der Stiftung Umverteilen! werden wir in Til Temir eine Frauenkooperative starten. Dank der Unterstützung der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands im Bistum Trier werden wir insbesondere die vorbeugende Gesundheitsarbeit und -versorgung in den Kommunen ausbauen und mit Unterstützung durch die Feminist Trust UK ein Seminarprogramm zur Stärkung der Geschlechtergleichberechtigung für Kinder und Eltern durchführen.
In Kooperation mit dem Rat der ezidischen Frauen von Sengal wird die Stiftung ab Januar einen Kindergarten, weitere Arbeitsplätze und ein psychotherapeutisches Angebot für Frauen im Kamp Newroz aufbauen. Mit ihnen, dem Kurdisches Frauenbüro für Frieden CENÎ und den ezidischen Frauenräten in Europa werden wir ein Bildungszentrum für Frauen aus Sengal zur Aufarbeitung von Traumatisierung aufbauen. In Kooperation mit Medico International Switzerland werden wir die psychologische Unterstützung für Frauen und Kinder von Kobane starten.
Die Organisation die Welle aus Deutschland wird mit uns eine Ausbildung zu Trauma Pädagogik anbieten. In Kooperation mit IFWF aus Holland werden wir ein adäquates Zentrum zum Leben und Lernen für die (halb-) Waisenkinder von Kobanî aufbauen. Und, wie wir bereits im vergangenen Jahr angekündigt haben, werden wir mit der Unterstützung eines internationalen feministischen Netzwerkes mit dem Aufbau eines Frauendorfes beginnen.
Unsere Arbeit begreifen wir als wichtigen Bestandteil für den Aufbau einer freiheitlichen und gerechten Gesellschaft inmitten des vom Bürgerkrieg zerrütteten Syriens. Eine freie Gesellschaft basiert wesentlich auf der Befreiung der Frauen und der Befreiung von patriarchalen Denken. Mit unserer Arbeit möchten wir die Frauen in Rojava stärken und sie in ihrer Selbstbestimmung und Entwicklung fördern. Die Schaffenskraft, Kreativität, der Mut und das Engagement von vielen Frauen in Rojava bildet die Grundlage unserer Arbeit.
Die mutigen Frauen von Rojava haben die Menschlichkeit sowohl als Verteidigungskräfte als auch mit ihrem tatkräftigen Einsatz für den Aufbau einer demokratischen und gleichberechtigten Gesellschaft verteidigt. Die Unterstützung der mutigen Frauen in Rojava in ihrem Befreiungskampf gegen eine patriarchale Gewaltherrschaft bedeutet die Stärkung einer Gesellschaft des Friedens und der Demokratie im Mittleren Osten und für die ganze Welt.
In diesem Sinne laden wir euch alle dazu ein euch auch im nächsten Jahr mit vielfältigen Ideen, Aktionen, Veranstaltungen, Spenden und Förderungen mit uns gemeinsam für Rojava zu engagieren. Wir wünschen Euch eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Herzliche Grüße,
die Mitarbeiterinnen der Stiftung der Freien Frau aus Rojava

Weihnachtsgrüße 2015 aus Rojava

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