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    Linz & Neuwied

    Berufung, Widerstand und Gleichberechtigung: Frauen auf dem Weg zu Ämtern in der Kirche

    Eine Frau sitzt an einem Tisch auf dem mehrere Bücher liegen und der mit einer lila Tischdecke, einer kleinen Skulptur und Blumen in einem weißen Übertopf dekoriert ist. Sie spricht in ein Mikrofon. Auf einer Halterung rechts neben dem Tisch steht ein Plakat, das den vorderen Einband eines Buchs zeigt, Titel "Frauenpriestertum - wann?".

    Christina Gauer liest aus dem von ihr herausgegeben Buch „Frauenpriestertum – wann?“

    Eine Gruppe aus Frauen und Männern sitzt in einem Raum auf Stühlen, die im Halbkreis angebordneten sind. Vorne stehen zwei Frauen vor einem dekorierten Tisch und sprechen zur Gruppe.

    Gut gefüllt war der Pfarrsaal St. Michael in Feldkirchen bei einem Diskussionsabend, zu dem die kfd-Gruppen Feldkirchen, Leutesdorf und Rheinbrohl eingeladen hatten.

    Christina Gauer, katholische Klinikseelsorgerin, ließ die Besucher:innen teilhaben an ihrer eigenen Geschichte und ihrer Berufung für das Amt der Diakonin. Dazu las sie aus dem von ihr herausgegeben Buch „Frauenpriestertum – wann?“ Darin sind beeindruckende Stimmen von spanischen Frauen gesammelt, die sich für ein Weiheamt in der katholischen Kirche trotz vieler Widerstände berufen wissen. Viele Frauen weltweit, nicht nur in Deutschland, fühlten sich nicht ernstgenommen in ihrer diakonischen und priesterlichen Berufung und dies sei eine strukturelle Benachteiligung der Frauen in der Kirche, so das Fazit des Buches und ihrer eigenen Erfahrung, die sie in internationalen Netzwerken gesammelt hat.

    Christina Gauer ergänzte, solange die Kirche die Berufung von Frauen nicht ernstnimmt, handelt sie einarmig und schadet sich selbst. Die Zuhörer:innen beteiligten sich lebhaft an der Diskussion zu der Frage, wie klerikale und hierarchische Strukturen in der Kirche überwunden werden können, hin zu einer Kirche, die für die Menschen da ist. 


    Text: Klara Johanns-Mahlert
    Bilder: Petra Frey