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23.07.2020 11:51 Alter: 20 days

Die kfd unterstützt die KAB Mindestlohn-Petition

kfd unterstützt die Forderung nach einem Mindestlohn von 13,69 Euro der KAB und fordert ihre Mitglieder auf, die Petition: Stoppt die Armutsfalle Mindestlohn! zu unterzeichnen.


Trier, Koblenz, Saarbrücken – Der gegenwärtige Mindestlohn von 9,35 Euro die Stunde schützt nicht vor Armut und reicht nicht aus, um soziale Sicherheit und Teilhabe zu garantieren. Insbesondere Familien leben unter permanentem finanziellem Druck. Zugleich verschärft ein so niedrig angesetzter Mindestlohn zwangsläufig das Risiko von Altersarmut. Wer ein Leben lang in Vollzeit für den Mindestlohn arbeitet, erhält eine Rente unterhalb des Hartz IV-Satzes.
Die von der Mindestlohnkommission festgelegte Anhebung um 15 Cent zum 1. Januar 2021 und die stufenweise Erhöhung auf 10,45 Euro ab Sommer 2022 sind eindeutig immer noch zu niedrig. Millionen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in der Pflege, im Hotel- und Gaststättenbereich und anderen Dienstleistungsbranchen sitzen so dauerhaft in der Armutsfalle. Dies betrifft zu einem überwiegenden Teil Frauen.

Entwicklung gesetzlicher Mindestlohn
Die Entwicklung des Mindestlohns seit 2015. Für 2021 empfiehlt die Mindestlohnkommission eine Erhöhung auf 9,60 Euro, für 2022 auf 10,45 Euro.


Deshalb fordert die Katholische Arbeitnehmer Bewegung (KAB) 13,69 Euro als Mindestlohn pro Stunde. Dies entspricht 60 Prozent des Bruttomonatsverdienstes von Vollzeit beschäftigten Arbeitnehmer*innen im produzierenden Gewerbe und Dienstleistungsbereich. Das ist die tatsächliche Untergrenze für einen fairen Arbeitslohn.
Mit 13,69 Euro können Alleinstehende ohne Sozialtransfers von ihrer Arbeit leben! 13,69 Euro sichern Familien gerechte und soziale Teilhabe! 13,69 Euro verhindern vorprogrammierte Altersarmut! Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die 45 Jahre für einen Mindestlohn von 10,45 Euro hart gearbeitet haben, erwartet am Ende ihres Arbeitslebens eine Armutsrente von 699 Euro und liegt damit unter der Grundsicherung.

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) fordert Ihre Mitglieder auf, die gestartete Petition an Bundesarbeitsminister Hubertus Heil: Stoppt die Armutsfalle Mindestlohn! zu unterzeichnen und weiterzugeben: https://www.kab.de/themen/top-themen/faire-loehne/mindestlohn/mindestlohn-petition/

Hintergrund:
Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) ist mit rund 25.000 Mitgliedern die größte Frauenorganisation im Bistum Trier. Seit 2010 fordert die kfd einen flächendeckenden, branchenübergreifenden Mindestlohn. Der geforderte Mindestlohn sollte sich an der Gewährleistung des soziokulturellen Existenzminimums orientieren. Die Arbeitsmarktentwicklung der letzten Jahre bestätigt die kfd in ihrer Forderung. Nachweislich ging der Ausbau des prekären Arbeitsmarktes mit einem Anstieg befristeter Beschäftigungsverhältnisse, geringfügiger Beschäftigung und Teilzeitarbeit zu Lasten von Frauen. Jedes fünfte Arbeitsverhältnis liegt im Niedriglohnbereich. Frauen verdienen in Deutschland pro Stunde 23 Prozent weniger als Männer. Eine Hauptursache ist die geringere monetäre Bewertung von typischen Frauentätigkeiten. In mittleren und kleinen Unternehmen sowie im Dienstleistungsbereich liegen die Einkommen häufig im unteren Lohnsegment. Mehr als zwei Drittel der Niedriglohnbeschäftigten sind Frauen. Der Niedriglohnbereich ist seit 2001 von der allgemeinen Lohnsteigerung abgekoppelt.

Text: Pressemitteilung kfd-Diözesanvorstand, v.i.S.d.P.
Grafik: www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/mindestlohn-faq-1688186


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