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22.11.2019 09:13 Alter: 19 days

Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 25. November

Die kfd im Bistum fordert ihre Mitglieder auf, in Aktionen und Gottesdiensten auf die Situation der von Gewalt betroffenen Frauen aufmerksam zu machen.


Frei leben ohne Gewalt - Eine Aktion von TERRE DES FEMMES.

Trier, Novemer 2019 - Die WHO benennt Gewalt gegen Frauen als eines der größten Gesundheitsrisiken für Frauen auf der ganzen Welt. Gewalt gegen Frauen ereignet sich weltweit täglich und in verschiedenen Kontexten. „Viele Menschen denken bei Gewalt lediglich an direkte physische und psychische Übergriffe durch andere. Diese Form der Gewalt ist aber nur die Spitze des Eisberges. Tatsächlich beginnt Gewalt früher und ist erheblich mehr, als einen Menschen zu schlagen. Sie fängt vielmehr in den Köpfen an und steckt - gesellschaftlich und kirchlich - in den Strukturen“, so Rita Monz, Diözesanvorstandsmitglied und Sprecherin des Arbeitskreises aus Eppelborn.

Gerade das, was unter „struktureller Gewalt“ verstanden wird, bildet das Fundament der personalen Gewalt (körperlich, sexualisiert, seelisch, ökonomisch) gegen Frauen und Mädchen. In einer Gesellschaft und vor allem in der Katholischen Kirche, in der Frauen immer noch in vielen Bereichen die gleichberechtigte Teilhabe verweigert wird, werden Frauen sehr konkret daran gehindert, ihre Begabungen einzubringen und sich dabei zu entfalten. Erst diese strukturelle Gewalt gegen Frauen bietet die Voraussetzung für die vielfach direkten gewalttätigen Übergriffe gegen Frauen, die auf der ganzen Welt an der Tagesordnung sind. Ebenso trägt die Gewalt in der Sprache und in den Bildern, wie sie u. a. die Werbung gerne benutzt, nach wie vor dazu bei, dass Frauen immer noch als minderwertig angesehen werden.

Ausdrücklich möchte der Arbeitskreis auf die Lage der Frauen in aktuellen Kriegs- und Krisengebieten hinweisen. Jeden Tag werden Frauen und Mädchen auf der ganzen Welt in Kriegen und Konflikten vergewaltigt, gefoltert, verschleppt und versklavt. "Wir sehen nur die Spitze des Eisbergs", sagt Monika Hauser von Medica Mondiale e. V.. Und durch den Einmarsch der Türkei in Nordsyrien sind gerade die Frauen und Kinder in besonderer Weise betroffen. Denn sie sind es, die mehrheitlich flüchten und ein Leben in Frieden und Freiheit aufgeben müssen. Sie brauchen Solidarität und Hilfe. 200 Euro wurden während des Gottesdienstes "Aufrichten der Gebeugten" am 14. November in St. Wendel gesammelt. Der Betrag geht an die "Stiftung der freien Frau von Rojava".

Anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 25. November fordert der diözesane Arbeitskreis „Frauen stärken - Gewalt überwinden“ die Mitglieder der kfd im Bistum Trier auf, in Aktionen und Gottesdiensten auf die Situation der Frauen aufmerksam, die unter der Gewalt leiden.

Text: Rita Monz / Foto: TERRE DES FEMMES

Hintergrund: Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) ist mit rund 26.000 Mitgliedern die größte Frauenorganisation im Bistum Trier. Sie setzt sich für die Interessen von Frauen in Kirche, Politik und Gesellschaft ein. Der diözesane Arbeitskreis "Frauen stärken - Gewalt überwinden" wurde bereits 2002 gegründet. In regelmäßigen Veranstaltungen und Aktionen macht er auf die Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam um Veränderungsprozesse in Kirche und Gesellschaft anzustoßen.

Weitere Informationen:


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