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02.10.2019 14:35 Alter: 16 days

Abschluss und Neubeginn – Die kfd-Diözesanversammlung 2019

kfd-Verbandsoffensive, neue Vorstellungsform des Tätigkeitsberichtes, Abschluss des Spendenprojektes Rojava, Wahl eines neuen diözesanen Spendenprojektes – der Bericht von der Diözesanversammlung 2019


Trier, September 2019 – Rund 70 Delegierte stimmten für die 26.000 Mitglieder aus ca. 400 Ortsgruppen der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) im Bistum Trier während der kfd-Diözesanversammlung im Robert-Schuman-Haus Trier über die zentralen Themen und Inhalte des kommenden Jahres ab.
Zum Auftakt sowie in den Pausen hatten alle Delegierten an einem eigens dafür errichteten Stand die Gelegenheit unter dem Motto: „#meinpurpurkreuz – Geben Sie Ihrer Stimme ein Gesicht“, sogenannte Selfies mit dem kfd-Purpurkreuz aufzunehmen. Diese Fotos werden im Rahmen der kfd-Verbandsoffensive für die Öffentlichkeitsarbeit des Diözesan- und Bundesverbandes genutzt. Das Purpurkreuz ist das Symbol für die Forderung nach einer geschlechtergerechten Kirche. Dies ist eines der drei Themen, die im Fokus der Verbandsoffensive „kfd – die macht. für dich. für alle.“ stehen.

Besonderen Raum nahm in diesem Jahr die neue Präsentationsform des 46-seitigen Tätigkeitsberichts des kfd-Diözesanvorstands ein. Zu fünf Kernthemen waren in der Aula sowie deren Vorraum Stellwände mit entsprechenden Schaubildern und Übersichten verteilt, die jeweils von zwei Moderatorinnen, d. h. Diözesanvorstandsmitgliedern, betreut wurden. Nachdem sich alle Delegierten in fünf Gruppen aufgeteilt hatten, konnten sie die Stellwände im fünfzehnminütigen Wechsel aufsuchen, um sich im Gespräch zu informieren, Fragen zu stellen und Anmerkungen zu geben. Nicht selten kam es dabei zu einem lebendigeren Austausch über die vorliegenden Themen, als es im großen Plenum der Fall gewesen wäre. Die ersten Rückmeldungen zur neuen Methodik ließen darauf schließen, dass diese aktive Form der Vorstellung des Tätigkeitsberichtes von den Delegierten sehr gut angenommen wurde.
Danach berichteten die drei diözesanen Arbeitskreise (AKs) Frauen stärken – Gewalt überwinden, Frauen und Erwerbsarbeit sowie Hauswirtschaft und Verbraucherthemen über ihre Arbeit des vergangenen Jahres. Frauen, die an der Mitarbeit in einem der AKs interessiert sind, sind jederzeit willkommen.

Collage-Besprechung des Tätigkeitsberichts

Am Abend des ersten Versammlungstages hieß es Abschied nehmen: Das diözesane Spendenprojekt in Nordsyrien/Rojava „Leben im Krieg – Hoffnung auf Zukunft“ wurde mit einer Veranstaltung am Freitagabend abgeschlossen. Nach einer musikalischen Eröffnung trug Projektreferentin Meike Nack ihren Abschlussbericht vor. Im Anschluss daran wurden Frau Nack Spendenschecks des Diözesanverbandes, in Höhe von 16.000 Euro, sowie des Dekanats Koblenz, in Höhe von 1.500 Euro, überreicht. In den vergangenen vier Jahren wurden insgesamt fast 78.000 Euro Spendengelder gesammelt. An dieser Stelle sei allen Spender*innen für ihr Engagement noch einmal herzlich gedankt. Als Geschenk an den Diözesanverband gestaltete eine Trommelgruppe kurdischer Frauen den Abend mit Musik und Tanz und sorgten für einen tollen, stimmungsvollen Ausklang.

Die Trommelgruppe


Musik und Tanz

Der zweite Versammlungstag wurde mit einem schön gestalteten Gottesdienst unter dem Titel: „Phoebe und Junia – eine Begegnung“ eröffnet. Anschließend stand die Wahl eines neuen diözesanen Spendenprojektes für den Zeitraum von 2020 bis 2022 auf der Tagesordnung. Zur Abstimmung standen jeweils ein Projekt von FEMNET und MISEREOR.

Sina Marx von FEMNET e.V. stellte das Projekt aus Bangladesch, #GegenGewalt an Frauen und Mädchen in der Modeindustrie, vor: Ein großer Teil unserer Mode wird u. a. in Bangladesch produziert – hauptsächlich von Frauen. Für sie ist Gewalt in den Fabriken bitterer Alltag. Misshandlungen und Schläge, sexuelle Belästigung, Beschimpfungen und Drohungen sind an der Tagesordnung. Anlaufstellen gibt es kaum für die Betroffenen, darüber zu sprechen ist tabu. FEMNET unterstützt die gesellschaftliche Organisation in Bangladesch darin, Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen. Partner ist die Nichtregierungsorganisation (NGO) Bangladesh Center for Worker Solidarity (BCWS). BCWS unterstützt Frauen in den Fabriken dabei, sich zu organisieren und klärt sie über ihre Rechte auf. Damit Frauen selbstbestimmt und in Würde arbeiten und leben können, werden Frauen vor Ort gestärkt: durch Trainings, die Einrichtung von Anlaufstellen, den Zugang zu Rechtsmitteln und Organisationsfreiheit.

Das MISEREOR-Projekt aus Timor-Leste, Die Gewalt überwinden – starke Frauen braucht das Land!, stellt Inge Lemmp vor. Timor-Leste ist der jüngste Staat Südostasiens bekämpft noch immer die schwerwiegenden Folgen seiner brutalen Vergangenheit. Häusliche Gewalt gegen Frauen und Kinder ist verbreitet und wird von der Gesellschaft weitgehend toleriert. Immer mehr junge Frauen in Timor-Leste wollen einen Beruf lernen, um nicht länger von ihren Ehemännern abhängig zu sein. Bei MISEREOR-Partner CTID (Centro Treino Integral e Desenvolvimento Colegio) können sie einen elfmonatigen Ausbildungskurs „Maestra di Campagna" absolvieren. Das Ziel: Führungsaufgaben in den Dorfgemeinschaften übernehmen. Neben allgemeinbildenden Fächern wie Englisch, Portugiesisch oder dem Erlernen eines Musikinstruments wer-den auch Schneidern und Nähen, Stickerei, gesunde Ernährung und Kochen gelehrt. CTID bildet zudem aus in den Bereichen Verwaltungstätigkeiten, Computer, Buchführung, Gemeinwesen- und Kleingewerbeentwicklung. Das von MISEREOR unterstützte Zentrum CDC (Centro de Desenvolvimento Comuni-tario) unterstützt Frauengruppen in ländlichen Gebieten von Timor-Leste. Sie lernen, landwirtschaftliche Erzeugnisse weiterzuverarbeiten und auf den Markt zu bringen. Alphabetisierungskurse ergänzen das Programm.

Nach kurzer Diskussion der beiden Projekte im Plenum erfolgte die geheime Abstimmung. Bei dieser erhielt das Projekt „#GegenGewalt an Frauen und Mädchen in der Modeindustrie“ von FEMNET die Mehrzahl der abgegebenen Stimmen und ist somit das neue diözesane Spendenprojekt.

Die kfd-Diözesanversammlung 2019 endete mit dem Schlussgebet von Klara Johanns-Mahlert und Andreas Paul, Geistliche Begleitung des kfd-Diözesanvorstandes.

Gruppenfoto Delegierte 2019

Text und Fotos: Tim Löwenbrück

 


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