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26.09.2018 11:40 Alter: 26 days

kfd-Dekanat Koblenz: 100 Jahre Frauenwahlrecht – 100 Jahre gelebte Demokratie

Ein Bericht von der Veranstaltung „Frauen machen Kommunen stark“ – 100 Jahre gelebte Demokratie anlässlich des Jubiläumsjahres „100 Jahre Frauenwahlrecht“


Prof. Dr. Rita Süssmuth mit kfd-Frauen
Prof. Dr. Rita Süssmuth (Mitte) zusammen mit den kfd-Frauen (v. l. n. r.) Dagmar Melles, Angelika Essig, Brigitte Laschewsky, Gabi Berkler, Margit Weber und Waltraud Scheer.

Koblenz - Mit dieser Festveranstaltung wurden die Leistungen vieler Frauen, die sich im letzten Jahrhundert im demokratischen Prozess stark gemacht haben und vieles bewegt haben, gewürdigt. Viele Frauenverbände hatte der Landkreis, der Landfrauenkreisverband Mayen-Koblenz und die Gleichstellungsstelle der Stadt Koblenz eingeladen.

Ehrengast der Feierstunde war die ehemalige Bundestagspräsidentin Prof. Dr. Rita Süssmuth. Frau Süssmuth kam gutgelaunt zu der Veranstaltung und freute sich über die herzliche Begrüßung des kfd-Dekanatsvorstandes Koblenz und der kfd-Frauen des Arbeitskreises „Frauen und Erwerbsarbeit“, im Foyer. Mit den Worten: Ach ja Kirche, da habt ihr es auch nicht immer leicht, meine Damen, war das Eis schnell gebrochen und der Einstieg in die Thematik „Was Frauen bewegt“ schnell geschaffen.
In ihrem Vortrag gab Frau Süssmuth zunächst einen Rückblick auf ihre politische Arbeit. In einem Rückblick, was engagierte Frauen im 18. und 19. Jahrhundert ins Rollen gebracht hatten, ging sie der Frage nach: Was wir Frauen heute bewegen müssen und können. Die Macht in den Händen von Männern wie Trump, Erdogan und Putin werde missbraucht und die demokratischen Werte mit Füßen getreten. Viele Männer schienen nur Aufrüstung und Konflikte militärisch anzugehen im Kopf zu haben, doch mit Mitteln des Krieges sei bisher kein einziges Problem gelöst worden. Die Frauen seien dazu aufgefordert, mit den Mitteln des Verhandelns und Miteinander-Sprechens „bis zum Exzess“ dagegen zu halten. Wir Demokratinnen müssen von der Politik der Konfrontation zur Kooperation kommen. Frau Süssmuth rief zum Mut der großen Schritte auf, weg von den Trippelschritten.

In der anschließenden Talkrunde beteiligten sich neben Anna Köbberling, (Landtagesabgeordnete SPD), drei weitere Politikerinnen aus der Kommunalpolitik. Hier wurden die spezifischen Frauenthemen in Forderungen auf den Punkt gebracht:

  • Geschlechtergleichgewicht in den Parlamenten,
  • Geschlechtergleichstellung im Beruf,
  • Parität in den Parlamenten,
  • Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Ehrenamt – gut funktionierende Betreuung der Kinder,
  • Entlastung bei der Pflege von Angehörigen.

Im abschließenden Teil der Festveranstaltung „Begegnung und Gespräche“ konnten wir kfd-Frauen das Resümee ziehen, dass wir im kfd-Verband schon lange mit diesen Themen unterwegs sind und eben auch für eine gerechte Teilhabe der Frau in Gesellschaft und Politik stehen.


Text: Angelika Essig
Foto: Privat


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