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25.07.2018 14:03 Alter: 89 days

kfd-Dekanat Karden-Martental: Besuch bei der jüdischen Kultusgemeinde in Koblenz

Die Gruppe kehrte von ihrer gemeinsamen Fahrt, organisiert von der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) im Dekanat Karden-Martental, tief beeindruckt zurück


Die Besuchergruppe während der Führung

Koblenz - Am Freitag, den 6. Juli 2018 besuchten 41 Frauen und ein Mann auf Einladung der kfd-Karden-Martental die jüdische Kultusgemeinde in Koblenz. Die Teilnehmenden wurden an der Synagoge in Koblenz vom Vorsitzenden und Mitgliedern der jüdischen Gemeinde herzlich empfangen und angesichts der hohen Temperaturen gut mit kühlem Wasser und Sitzgelegenheiten versorgt.
Um 15.00 Uhr begann dann eine Führung über den jüdischen Friedhof unter Leitung des Vorsitzenden der Kultusgemeinde. Dabei erfuhr die Besuchergruppe sehr viel über die jüdische Bestattungskultur, über Symbole auf den Grabsteinen, über das Priestersein im Judentum und über jüdische Lebenskultur. Daran schloss sich im Weiteren eine Führung in der Synagoge an, die Aufschluss über die Einrichtungsgegenstände in der Synagoge und jüdische Lebensauffassungen gab. Immer wieder gab es auch Verbindungen zur schrecklichen Zeit des Naziregimes und der Judenverfolgung in Koblenz. Interessant war es für die Teilnehmenden zu erfahren, dass ein Christ die beiden Torarollen vor der Zerstörung durch die Nationalsozialisten gerettet hat.
Nach der interessanten Führung in der Synagoge und einem guten Gespräch hatte die Gruppe Zeit, sich in der Nähe des Deutschen Ecks mit diversen Leckereien zu verwöhnen.
Um 19.00 Uhr fanden sich dann alle wieder in der Synagoge ein, um dem Eröffnungsgottesdienst zum Schabbat beizuwohnen. Dabei mussten die Frauen im hinteren Teil der Synagoge oder auf der Empore Platz nehmen. Der vordere Teil war den Männern vorbehalten. Die Teilnehmenden konnten dem Gottesdienst mithilfe eines Gebetbuches auch in deutscher Sprache folgen. Für den Gottesdienst war eigens ein Rabbiner aus Frankreich angereist.
Zur Überraschung aller Teilnehmenden lud die jüdische Gemeinde anschließend die ganze Gruppe zu einem reichhaltigen Abendessen in ihren Gemeinschaftsraum ein. Nach rituellen Segnungen über Brot und Wein und einem Eröffnungslied verlebten alle einen gemütlichen Abend in herzlicher und gastfreundlicher Atmosphäre. Am Ende bedankten sich sowohl der Rabbiner als auch der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde bei den kfd-Frauen für ihr Interesse und drückten ihre Freude aus über die gelungene Begegnung.
Dietlinde Schmidt, Geistliche Begleitung der kfd-Karden-Martental, bedankte sich im Namen der Gruppe für die Herzlichkeit und die Gastfreundschaft der Gemeinde, das geschwisterliche Miteinander und erinnerte an die jüdischen Wurzeln des Christentums. Die Gruppe wünschte der jüdischen Gemeinde in Koblenz, dass sie weiter wachsen möge und vor allem, dass sie in Sicherheit und Frieden und ohne Anfeindungen ihren Glauben leben könne.
Um 22.00 Uhr fuhren die kfd-Frauen wieder in ihre Heimatorte zurück und waren tief beeindruckt von dem, was sie miteinander erlebt hatten.

Text & Foto: Dietlinde Schmidt


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