Februar 2021

 

Gottes zärtliche Berührung

stärkt unseren Glauben,

schenkt uns grenzenloses Vertrauen,

macht uns bereit zu lieben.

Gottes zärtliche Berührung

zeigt uns den Weg zu den Schwachen und Missbrauchten,

schärft unsere Sinne, damit wir erkennen,

wo Brutalität herrscht, Menschenverachtung und Gewalt

und wo Menschenrechte und Menschenwürde mit Füßen getreten werden, lässt uns erkennen,

wo wir uns noch nicht genug eingesetzt haben und unsere Hilfe Not tut,

macht uns bereit, aufzustehen gegen Gewalt und Ungerechtigkeit.

Gottes zärtliche Berührung lehrt uns, mit dem Herzen zu sehen,

damit die Saat keimt und die Botschaft des Evangeliums

in jeder und jedem von uns neu zum Leben gebracht wird.

nach einem Text vom Weltgebetstag 1999/Venezuela

 

Weibliche Genitalverstümmelung

(kurz FGM, englisch: female genital mutilation)

Weltweit sind geschätzt 200 Millionen Mädchen in ihrer Kindheit verstümmelt, beschnitten oder einfach zugenäht worden. Täglich kommen 8.000 Mädchen hinzu, auch vermehrt in Deutschland. Der Internationale Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung am 6. Februar will über diese grausame Tradition aufklären.

Die Menschenrechte und Würde der Mädchen werden aufs Unbeschreiblichste verletzt. Die Mädchen sind i. d. R. zwischen 6 und 13 Jahre alt, manchmal sogar jünger. Oft wissen sie nicht, was mit ihnen passiert. Den Mädchen werden mit einfachen Werkzeugen (Rasierklingen, Messern, Nadel und Faden) unsagbare Schmerzen zugefügt. Die Werkzeuge sind zudem nicht ausreichend oder gar nicht sterilisiert. Viele Mädchen überleben die Prozedur nicht, die meisten leiden ein Leben lang darunter. Organisationen wie TERRE DES FEMMES, Intact e. V. und MISEREOR haben viel getan und zur Rettung von unzähligen Mädchen beigetragen.

Aber angesichts des unvorstellbaren Leides der Mädchen drängt sich die Frage auf: „Frauen, ist Euch das genug?“ Meine Antwort ist ein klares „NEIN!“ – Wir dürfen uns mit dem Erreichten nicht zufriedengeben. Erst wenn alle Mädchen und Frauen auf dieser Welt das Recht besitzen, über die Unversehrtheit ihres Körpers selbst zu bestimmen, haben wir genug getan!

Stehen wir gemeinsam auf gegen diese grausame Tradition. Wir kfd-Frauen haben mit unserem großen Verband im Rücken die Macht und die Möglichkeiten dazu. Noch haben wir nicht genug gegen weibliche Genitalverstümmelung angekämpft. Gemeinsam geht noch viel mehr!!!

 

Informationen dazu bei:

Text: Rita Monz
Bild: kieferpix-adobe.stock