Mai 2021

 

Der Monat Mai: Viele Anlässe, Geschlechtergerechtigkeit neu zu denken

Der Monat Mai beschenkt uns mit der Schönheit der aufblühenden Natur und ist der Gottesmutter geweiht. Er beginnt mit dem Tag der Arbeit, einem Tag, der verdeutlichen soll, wie wichtig das Recht auf Arbeit für ein gelingendes Leben ist. Wie sich in der Corona-Zeit deutlich zeigte, gibt es in diesem Bereich jedoch keine richtige Gleichberechtigung. Immer noch sind in Krisenzeiten in erster Linie die Frauen für die Pflege- und Sorgearbeit angefragt, mit all den Belastungen und Einschränkungen, die im beruflichen und privaten Umfeld damit einhergehen. Dabei ist das Engagement der Frauen für unsere Volkswirtschaft unverzichtbar.

Der Ökumenische Kirchentag in Frankfurt eröffnet den christlichen Glaubensgemeinschaften im Land und auch der kfd die Möglichkeit, sich zu präsentieren. Wir wissen, dass unsere protestantischen Schwestern schon viel weiter in ihrer Kirche gekommen sind mit ihrer Forderung nach Gleichberechtigung. Aber auch sie bemerken Rückschritte in der Entwicklung, wie wir es jetzt bei der ausgesetzten Pfarreien-Reform nach den Beschlüssen der Synode erleben. Weiterhin sollen nicht die Charismen von Bedeutung sein, sondern der Hirte, der auf keinen Fall mit einer Hirtin kollegial gleichgestellt werden darf. Ist das ein glaubwürdiges Vorgehen für eine zukunftsfähige Kirche?

Am Pfingstfest Ende Mai besinnen wir uns auf die Geburtsstunde der Kirche. Der Heilige Geist, der uns geschenkt wird, möge die Entscheider in Kirche und Welt inspirieren, mit den Frauen Macht und Verantwortung gerecht zu teilen.

Erst wenn wir, wie in den Anfängen der Kirche, zu einem geschwisterlichen Miteinander gekommen sind, wird es uns genug sein!

Text: Roswitha Hillen
Bild: Ökumenischer Kirchentag