Arbeitskreis: Frauen und Erwerbsarbeit

2006 wurde der Arbeitskreis von den Delegierten der kfd-Diözesanversammlung in Trier eingerichtet. Auf diese Weise konnten und werden die gesellschaftspolitischen Themen insbesondere der erwerbstätigen Frauen intensiv aufgegriffen und bearbeitet.

Die Ziele des Arbeitskreises Frauen und Erwerbsarbeit:

  •  Wahrnehmung der Situation von Frauen in allen Formen von Berufs- und Erwerbsarbeit,
  •  Kritische Betrachtung von Veränderungen in der Arbeitswelt und deren Auswirkungen für Frauen,
  •  Aufgreifen der Fragen und Themen erwerbstätiger Frauen,
  •  Lobbyarbeit für erwerbstätige und erwerbslose Frauen im Verband, in Kirche und Gesellschaft,
  • Situationsanalyse zur gesellschaftlichen und politischen Lage,
  • Beobachtung von Entwicklungen am Arbeitsmarkt und im Erwerbsleben.

Inhaltlich nimmt der Arbeitskreis (AK) Bezug auf den Ständigen Ausschuss Frauen und Erwerbsarbeit des kfd-Bundesverbands. In diesen sind zwei Mitgliedsfrauen delegiert und bringen die Themen der Bundesebene in den AK Frauen und Erwerbsarbeit der kfd-Trier ein. Darüber hinaus bearbeiten die Mitglieder eigene Themen, die sich situationsbedingt aus Beobachtungen oder Einschätzungen ergeben. So zuletzt im April 2020, als der AK in einer Presseerklärung auf die negativen Folgen der Corona-Pandemie für die erwerbstätigen Frauen aufmerksam machte. Aus dem AK werden die Inhalte in die kfd-Dekanatsebene weitergetragen, da die AK-Frauen beratend an den örtlichen Dekanatsversammlungen teilnehmen.
Der Arbeitskreis unterstützt von Beginn an die Aktion Arbeit im Bistum Trier, die 1983 von Bischof Spital ins Leben gerufen wurde. Damaliger Hintergrund war die Massenarbeitslosigkeit in Deutschland. Aktionen wie „Arbeitsplätzchen“ backen und verteilen, Demonstration für ein Recht auf Arbeit, Wallfahrten, Arbeitshilfen mit Anregungen für Gottesdienste und örtliche Werbeaktionen brachten das Thema in eine breite Öffentlichkeit. Heute setzt sich die Aktion Arbeit schwerpunktmäßig für arbeitslose Jugendliche und Langzeitarbeitslose ein.
Weitere Inhalte des Arbeitskreises sind das Engagement für den freien Sonntag, um sich in der Hektik der heutigen Zeit bewusst die Frage zu stellen, wozu der Sonntag da ist. Hierzu arbeiten zwei Delegierte des AK jeweils im saarländischen und rheinland-pfälzischen Bündnis für den freien Sonntag mit. Schwerpunktmäßig beteiligt sich der AK Frauen und Erwerbsarbeit vor Ort an der bundesweiten Aktion „Equal Pay Day“. Das ist der Tag, der den Zeitraum symbolisiert, den Frauen durchschnittlich länger arbeiten müssen, um das Vorjahresgehalt von Männern zu erreichen. Momentan beteiligen sich Mitglieder des AK an den Informationen und Aktionen zum aktuellen Spendenprojekt „Starke Frauen. Faire Arbeit in Bangladesch“ des Diözesanverbandes.

Die Arbeitsweise
In dem Arbeitskreis engagieren sich Frauen aus dem gesamten Bistum. Dreimal jährlich finden die Treffen in der Regel in Trier oder digital statt. Tagesordnungspunkte sind u.a. der Austausch über Inhalte aus den Delegationen, Planung von Aktionen und Studientagen, Erarbeitung von Arbeitshilfen u.v.m. Die Mitgliedschaft in örtlichen Netzwerken, Zusammenarbeit mit Gleichstellungsbeauftragten und die Kontaktpflege sind eine Selbstverständlichkeit bei der Themenbearbeitung. Die Stärke des AKs liegt in der Vernetzung mit anderen Frauenorganisationen und in der Vielfalt und den Begabungen der einzelnen AK-Frauen. Sie setzen häufig heikle Themen wie: Minijob, Grundeinkommen, Rentenpolitik, Vereinbarkeit von Familie, Erwerb und Ehrenamt, Digitalisierung der Arbeitswelt, usw. praxisnah und kreativ um und bringen sie auf diese Weise den Menschen näher.

Text: Petra Löwenbrück, Gabi Backendorf, Arbeitskreis-Mitglieder
Foto: Petra Löwenbrück

 

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