Eine Weiheamt für Frauen - WELTWEIT

#Frauendiakonatjetzt


Bereits im Jahre 1997 wurde das Netzwerk „Diakonat der Frau“  mit dem Ziel der Einführung des sakramentalen Diakonats für Frauen in der römisch-katholischen Kirche gegründet. Gefordert wird die Realisierung einer diakonischen Kirche, in der Männer und Frauen gemeinsam den Dienst Jesu Christi leben und diakonische Leitungsdienste vor Ort wahrnehmen. Auch die kfd macht sich seit Jahrzehnten dafür stark und der "Tag der Diakonin" stellt dieses Anliegen in den Mittelpunkt. Er wird seit 1998 immer am 29. April - dem Festtag der Hl. Katharina von Siena - begangen.
In diesen über 20 Jahren wurde vieles diskutiert und letztlich auch wissenschaftlich belegt, dass die Weihe von Frauen zu Diakoninnen eine berechtigte Forderung ist. Das Zitat von Frau Prof. Sabine Demel, Lehrstuhl für Kirchenrecht an der Universität Regensburg, im Jahre 2015, bringt die Auseinandersetzung auf den Punkt: "Nicht die Zulassung der Frauen zum Weiheamt bedarf der Begründung, sondern der Ausschluss von Frauen."
Nach mehr als zwei Jahrzehnten wird damit die Frage „Wie lange es sich die Kirche noch leisten kann, auf die Fähigkeiten, Talente und Erfahrungen der Frauen zu verzichten?“ immer drängender. Fakt ist, dass die Kirche, wenn sie den Frauen die Weihe für Dienste verweigert, die sie für Männer als wichtig und notwendig erachtet, den Frauen auch die Verwirklichung ihrer Berufung verwehrt. Die Charismen von Frauen müssen endlich von der Kirche anerkannt werden. Auch die Berufungen von Frauen zum Dienst am Nächsten/an der Nächsten sind wertvoll und unverzichtbar für eine menschenfreundliche und lebendige Kirche.


Zentralveranstaltung am 29. April und Veranstaltungen im Bistum Trier

 

Das Motto des diesjährigen Tags der Diakonin lautet „Frauendiakonat WELTWEIT“

Will die Kirche weltweit zukunftsfähig werden, muss sie für viele Themen einen anderen Umgang finden. Das ist bei dem schon lange – von den USA bis Indien – geforderten Diakonat für Frauen so naheliegend wie dringlich! Diese Veränderung ist möglich. Und sie ist unabdingbar.

 

Es ist entscheidend, die Gaben und Talente von Frauen auf der ganzen Welt sichtbar und wirksam werden zu lassen, um die Kirche in bunter und gleichberechtigter Vielfalt zu entfalten. Dafür müssen Frauen nicht nur gehört und gesehen, sondern auch durch die Weihe anerkannt und gestärkt werden.

 

Seit 2013 gibt es jährlich am 29. April eine zentrale Veranstaltung von KDFB, kfd, Netzwerk Diakonat der Frau und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK). Weitere Informationen zur diesjährigen Veranstaltung in Osnabrück finden Sie hier.

Der Katholikenrat im Bistum Trier lädt in Kooperation mit der kfd und weiteren Verbänden zu einer Online-Veranstaltung „FRAUENDIAKONAT WELTWEIT"am 06. Mai 2022, 18.00 Uhr, ein. Weitere Details wie Anmeldung usw. finden Sie im Flyer. Die Pressemitteilung können Sie hier nachlesen und herunterladen.

Der kfd-Diözesanverband Trier ruft seine Mitglieder und Gruppen auf, den „Tag der Diakonin“ am 29. April zu begehen. Das kann z. B. eine Mahnwache in einem öffentlichen Raum oder ein Gottesdienst sein oder die  Lichteraktion. Je mehr Menschen an diesem Tag aktiv dabei sind, umso deutlicher wird, wie sehr dieses Thema unter den Nägeln brennt. Bereits gemeldete Angebote von kfd-Gruppen im Bistum Trier rund um 29. April sind rechts in der Info-Box zu finden.


Netzwerk Diakonat der Frau


Im September 2020 haben 16 Frauen mit der Ausbildung „Diakonische Leitungsdienste für Frauen“ begonnen. Ihr größter Wunsch ist, dass sie nach dem Abschluss im Jahre 2023 als geweihte Diakoninnen in der Kirche wirken können. Die Fortbildung braucht noch finanzielle Unterstützung, mehr finden Sie im Spendenaufruf.

Hintergrundinformation zum Tag der Diakonin finden Sie hier.

Text: Rita Monz / Bild: Logo 2022