Bücher des Monats Mai:

Laetitia Colombani: Das Mädchen mit dem Drachen, S. Fischer Verlag (2022)

Die Autorin habe ich Ihnen schon einmal empfohlen, mit den ersten Titeln „Das Haus der Frauen“ und „Der Zopf“. Ich war sehr gespannt auf ihren neuen Roman, zumal zumindest eine Protagonistin, das indische Mädchen Lalita, wieder vorkommt. Sie müssen den „Zopf“ nicht gelesen haben, denn auch dieser Roman ist eine in sich geschlossene Erzählung.

Kurz zum Inhalt – Klappentext: Am Golf von Bengalen will Léna ihr Leben in Frankreich vergessen. Jeden Morgen beobachtet sie das indische Mädchen Lalita, das seinen Drachen fliegen lässt. Als Léna von einer Ozeanwelle fortgerissen wird, holt Lalita Hilfe bei Preeti, der furchtlosen Anführerin einer Selbstverteidigungsgruppe für junge Frauen. Léna überlebt und fasst einen Plan. Als ehemalige Lehrerin will sie Lalita, die für ihre Familie arbeiten muss statt zur Schule zu gehen, lesen und schreiben beibringen. Allen Widerständen zum Trotz gründen Léna und Preeti die erste Dorfschule, die alles verändern wird.

Laetitia Colombani hat wieder einen starken feministischen Roman geschrieben. Sehr realistisch wird das Leben der Frauen und Mädchen in einer Gesellschaft, die von Armut, altem Kasten Denken, alltäglichen (sexuellen) Übergriffen geprägt ist, erzählt. Es geht aber auch um Freundschaft, Hoffnung, Widerstand. Es ist ein sanfter, leicht lesbarer, unterhaltsamer Text, der ohne pädagogische Appelle auskommt und von Trost in Trauerzeiten erzählt. Petra Erbrath, kfd-Diözesanverband

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Ayesha Harruna Attah: Tiefe Wasser zwischen uns, DIANA Verlag (2021)

Ein Jugendbuch – aber für Erwachsene ebenso lesenswert!

Ghana, 1892: Die Zwillingsschwestern Hassana und Husseina sind zehn Jahre alt, als ihr Dorf von Sklavenhändlern überfallen und niedergebrannt wird, obwohl Sklaverei bereits verboten ist. Dieses traumatische Ereignis ist jedoch nicht das Ende, sondern der Beginn ihrer Geschichte – eine Geschichte, die sie an fremde Orte und in unbekannte Kulturen führen wird. Die Mädchen werden getrennt und entwickeln sich in Brasilien und an der Goldküste Westafrikas zu ganz unterschiedlichen jungen Frauen. Trotz allem verbindet ein unsichtbares Band die Zwillinge, selbst über tiefe blaue Wasser hinweg. Die Mädchen leben in unterschiedlichen Ländern, Kulturen und Religionen. Verbunden sind sie jedoch in ihren Träumen.

Die Geschichte der Zwillingsschwestern hat mich tief bewegt und ich konnte nicht aufhören zu lesen, so spannend, manchmal traurig und immer mit der Frage wie geht es weiter. Sehr empfehlenswert. Petra Erbrath, kfd-Diözesanverband

»Ein wunderbares Buch, das nicht nur über Liebe und Hoffnung in Zeiten der Sklaverei berichtet, sondern auch ein wahrer Emanzipationsroman ist.« (Sönke C. Weiss, freundederkuenste.de)

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